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MilliardengeschäftBayer schließt Monsanto-Übernahme offiziell ab

Die größte Übernahme in der Bayer-Konzerngeschichte ist abgeschlossen. Nun soll der US-Riese Monsanto in den Konzern integriert werden. 16.08.2018 - 14:50 Uhr Artikel anhören

Die Übernahme von Monsanto wird öffentlich immer wieder kritisiert.

Foto: Reuters

Düsseldorf. Der Bayer-Konzern hat mit der Übernahme Monsantos den teuersten Zukauf seiner Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Nun könne die Integration von Monsanto beginnen, teilte Bayer am Donnerstag weiter mit. Die Deutschen hatten für den US-Saatgutriesen rund 63 Milliarden Dollar auf den Tisch gelegt.

Die Übernahme war aber jüngst durch ein Urteil eines kalifornischen Geschworenengerichts überschattet worden, das Monsanto zu einer Schadensersatzzahlung von 289 Millionen Dollar an einen an Krebs erkrankten Mann verurteilt hatte, der seine Diagnose auf das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat zurückführt.

Bayer erklärte, der Konzern sei „der Auffassung, dass die Entscheidung der Jury im Widerspruch zu bestehenden wissenschaftlichen Erkenntnissen, jahrzehntelangen praktischen Erfahrungen und den Einschätzungen von Regulierungsbehörden weltweit steht“. Glyphosat sei sicher.

Monsanto hatte bereits Rechtsmittel gegen das Urteil angekündigt. Bayer sei überzeugt, dass die Gerichte im weiteren Verfahrensverlauf zu dem Ergebnis kommen würden, dass Monsanto und Glyphosat für die Erkrankung des Mannes nicht verantwortlich seien. Der vollständige Abschluss der Monsanto-Übernahme eröffne Bayer nun die Möglichkeit, sich aktiv in die Verteidigung bei den Glyphosat-Verfahren und möglichen anderen Rechtsstreitigkeiten einzuschalten.

Monsanto sieht sich rund 5000 ähnlichen Klagen in den USA gegenüber. Glyphosat zählt weltweit zu den meist verwendeten Herbiziden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte die Chemikalie 2015 als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ eingestuft. Die US-Umweltschutzbehörde schloss dagegen 2017 eine jahrzehntelange Bewertung der Risiken von Glyphosat ab und erklärte, dass die Chemikalie für Menschen wahrscheinlich nicht krebserregend sei.

rtr
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