Start-up: Der Weg des Möbel-Onlineshops Westwing zum Erfolg
Im Bereich Home & Living setzt das Unternehmen auf interaktive Apps und eine starke Kundenbindung.
Foto: obsMünchen. Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters, auch bei Tieren. Lola, eine dreijährige französische Bulldogge, liegt in ihrem Körbchen und schnarcht. „Ja, die Frenchies sind nicht gerade majestätische Tiere“, sagt Delia Fischer. „Aber sie sind super Hunde fürs Büro: Sie sind freundlich und schlafen viel. Wir können hier ja schlecht einen Rottweiler halten.“ Auch ihren Mitgründer Stefan Smalla, der zwei Türen weiter sitzt, hat sie überzeugt, sich für einen Artgenossen derselben Rasse zu begeistern.
27 Hunde und 500 Mitarbeiter haben Platz auf den zwei Stockwerken der Westwing-Zentrale in München. Fischer startete die Firma im April 2011 mit Smalla und drei weiteren Mitstreitern. Die E-Commerce-Plattform für Wohnaccessoires und Möbel beschäftigt weltweit rund 1.100 Mitarbeiter und zählt 900.000 Kunden in elf Ländern, wobei der Fokus künftig auf Europa liegen soll.
Schwierige Namensfindung
In den Anfangsjahren stand das Hauptquartier noch im Westend, worauf auch der Name zurückgeht. Eigentlich wollte die 34-Jährige ihr Unternehmen Portobello Home nennen, nach dem bekannten Londoner Antiquitätenmarkt. Aber das ging aus markenrechtlichen Gründen nicht.