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GroßinvestorCerberus beendet Beratertätigkeit bei der Deutschen Bank

Der Finanzinvestor Cerberus war bislang wichtiger Investor und Berater der Deutschen Bank in einem. Die konfliktträchtige Doppelrolle soll nun aber enden.Yasmin Osman 23.12.2019 - 15:31 Uhr aktualisiert

Das Geldhaus hatte im Juli einen Radikalumbau angekündigt.

Foto: Reuters

Frankfurt. Die Deutsche Bank wird einen wichtigen Beratervertrag mit dem Finanzinvestor Cerberus zum Jahresende auslaufen lassen und nicht verlängern. Zwei mit dem Sachverhalt vertraute Personen bestätigten einen entsprechenden Bericht des „Wall Street Journal“. Das Mandat habe „sein natürliches Ende erreicht“, so ein Insider. Die Bank befinde sich nun in der Umsetzungsphase ihres Restrukturierungsplans.

Cerberus hatte die Bank unter anderem in der Frage beraten, wie sie ihre enorm hohen Liquiditätspolster in Zeiten niedriger Zinsen ertragreicher anlegen kann. Für die Beratungsleistung erhielt Cerberus 2018 einen einstelligen Millionenbetrag, wie Vorstandschef Christian Sewing auf der diesjährigen Hauptversammlung sagte. Für 2019 ist mit einer ähnlichen Summe zu rechnen.

Dass ein bedeutender Investor – Cerberus ist den jüngsten Stimmrechtsmitteilungen zufolge mit rund drei Prozent an der Deutschen Bank beteiligt – zugleich als Berater des Instituts agiert, ist seit langem umstritten, selbst innerhalb der Bank. Auf jeder Hauptversammlung bohrten kritische Aktionäre nach Details zu den Verträgen und hinterfragten die Notwendigkeit. Kritiker sahen darin einen Interessenkonflikt, andere begrüßten die Expertise von außen. Mit dem Ende des Mandats könnte an dieser Flanke also wieder mehr Ruhe einkehren.

Cerberus und Deutsche Bank wollten sich nicht konkret zum Ende des Beratervertrags äußern. Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte nur: „Die Beratung von Cerberus Operations and Advisory Company seit Mitte 2018 war sehr wichtig und hat uns beim Start unserer umfangreichen Transformation unterstützt. Jetzt geht es vor allem um die Umsetzung.“

Der Finanzinvestor selbst betonte auf Anfrage, er unterstütze „die Entwicklungen, die unter Christian Sewing stattfinden sehr“. Cerberus sei weiter zuversichtlich, dass Sewings Mannschaft die Fähigkeit habe, den Restrukturierungsplan umzusetzen und die finanzielle und operative Entwicklung der Bank zu verbessern.

Mehr: Die Deutsche Bank hat Ärger mit dem Hedgefonds Cerberus. Ein Indiz dafür ist die Kritik des US-Fonds an Aufsichtsratschef Achleitner. Lesen Sie hier mehr.

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