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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500Verluste an US-Börsen nach Fed-Sitzung – Nasdaq setzt Rally fort

Die Wall Street reagiert uneinheitlich auf den Fed-Entscheid. Während der Dow den Handelstag im Minus beendet, hält die Rekordjagd des Technologieindex Nasdaq an. 10.06.2020 - 22:50 Uhr

In der berühmten Straße befindet sich der Sitz der New York Stock Exchange.

Foto: dpa

New York. Die US-Börsen haben am Mittwoch nach einer Achterbahnfahrt uneinheitlich geschlossen. Auf die Stimmung der Händler schlug eine Konjunkturprognose der US-Notenbank. Die Federal Reserve erwartet, dass die Wirtschaftsleistung dieses Jahr um 6,5 Prozent einbrechen und 2021 um 5,0 Prozent zulegen wird. „Vor der Wirtschaft liegt ein sehr unsicherer Weg“, warnte Fed-Chef Jerome Powell. Erst in den nächsten Monaten werde sich herausstellen, wohin die Reise wirklich gehe.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging ein Prozent tiefer auf 26.989 Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq rückte dagegen 0,7 Prozent auf 10.020 Punkte vor. Am Vortag hatte das Börsenbarometer erstmals die Marke von 10.000 Zählern geknackt. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,5 Prozent auf 3190 Punkte ein.

Angesichts der tiefen Rezession in den USA will die Notenbank offenbar auf Jahre hinaus den Leitzins nahe null halten. Die Währungshüter beließen den geldpolitischen Schlüsselsatz am Mittwoch in der Spanne von null bis 0,25 Prozent. Sie gaben zudem in ihrem Zinsausblick mehrheitlich zu erkennen, dass sie auch in den beiden kommenden Jahren keine Erhöhungen ins Auge fassen. Grund sind die trüben Konjunkturaussichten: Die Corona-Pandemie laste schwer auf der Wirtschaft, betonten die Notenbanker um Powell.

Die Kurse der Tech-Giganten Apple, Amazon, Microsoft und Facebook erreichten am Mittwoch weitere Rekordstände. „Die Nasdaq bleibt der Liebling der Anleger im Monat Juni“, konstatierte Analyst Edward Moya vom Broker Oanda. Bei Apple, Amazon und Microsoft reichten die Aufschläge von 1,8 bis 3,7 Prozent. Facebook-Aktien konnten die frühen Gewinne allerdings nicht halten und drehten wieder ins Minus.

Blick auf die Einzelwerte

Tesla: Die Tesla-Aktie lässt einen weiteren Meilenstein hinter sich und notiert erstmals über der Marke von 1000 Dollar. Die Papiere des Elektrofahrzeug-Herstellers legen neun Prozent auf ein Rekordhoch von 1025,05 Dollar zu. Tesla-Chef Elon Musk hatte in einem Schreiben an seine Mitarbeiter deutlich gemacht, die Produktionspläne für sein Lkw-Modell Semi vorantreiben zu wollen. Seit Jahresbeginn haben die Tesla-Aktien rund 125 Prozent gewonnen.

Uber: Aktien von Uber fielen um 4,8 Prozent. Einem Medienbericht zufolge könnte der Vermittler für Personenbeförderung die Gespräche über eine Übernahme des US-Lieferdienstes Grubhub beenden. Gleichzeitig bestätigte der Essenauslieferer Just Eat Takeaway, mit Grubhub über eine Übernahme zu verhandeln. In London brachen die Aktien von Just Eat Takeaway daraufhin um gut 13 Prozent ein. Papiere von Grubhub schlossen derweil zwei Prozent fester.

Johnson&Johnson: Anleger greifen nach ermutigenden Signalen von der Impfstoff-Suche bei Johnson&Johnson-Aktien zu. Die Papiere legen an der Wall Street 1,26 Prozent zu. Wie der Pharmakonzern mitteilte, wird sein Covid-19-Impfstoffkandidat bereits ab der zweiten Juli-Hälfte an Menschen getestet und damit zwei Monate früher als geplant. Weltweit laufen derzeit bereits Tests mit rund zehn möglichen Impfstoffen anderer Hersteller.

Exxon und Chevron: Sinkende Ölpreise machten den Aktien der Ölkonzerne Exxon und Chevron zu schaffen, die bis zu 5,4 Prozent abgaben. Steigende US-Lagerbestände schürten die Furcht der Investoren vor einer schwächeren Öl-Nachfrage.

Starbucks: Papiere von Starbucks verloren 4,1 Prozent. Für ihr laufendes drittes Geschäftsquartal prognostizierte die Kaffeehauskette einen Rückgang des operativen Gewinns und des Umsatzes. Starbucks macht die Schließung seiner Geschäfte im Zuge der Pandemie zu schaffen.

Fiat Chrysler: Papiere von Fiat Chrysler fielen um 3,8 Prozent. Hier belastete ein Bericht der „Financial Times“ die Kurse, wonach die EU-Wettbewerbshüter bei der geplanten Fusion mit der französischen PSA Group genauer hinschauen wollen.

Boeing: Auch Titel aus der Reisebranche flogen aus den Depots. Zu den größten Verlierern im Dow-Jones zählten Papiere des Flugzeugbauers Boeing mit einem Minus von 6,2 Prozent.

rtr, dpa
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