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CurevacTesla baut angeblich „RNA-Minifabriken“ für deutsche Impfstoff-Firma

Konzernchef Elon Musk überrascht mit der Ankündigung auf Twitter. Die Biotechfirma Curevac forscht auch nach einem Corona-Impfstoff.Reuters und Siegfried Hofmann 02.07.2020 - 14:43 Uhr aktualisiert

Der Tesla-Chef verkündete die Zusammenarbeit mit Curevac auf Twitter.

Foto: AFP

Los Angeles, Frankfurt. Der US-Elektroautobauer arbeitet laut Konzernchef Elon Musk mit dem deutschen Biotechunternehmen Curevac beim Bau von „RNA-Minifabriken“ zusammen. „Tesla baut als Nebenprojekt RNA-Minifabriken für Curevac und möglicherweise andere“, erklärte Musk auf Twitter.

Dies geschehe bei der deutschen Maschinenbau-Tochter Tesla Grohmann. Näher äußerte sich Musk nicht. Bei Curevac und Tesla war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

Das deutsche Biotechunternehmen, das an einem Coronavirus-Impfstoff forscht und bei dem die Bundesregierung kürzlich eingestiegen war, hatte angekündigt, mobile, automatisierte mRNA-Produktionseinheiten zu entwickeln, die es als „Drucker“ bezeichnet und die Musk nun „RNA-Minifabriken“ nannte. Sie sollen Impfstoffkandidaten und andere mRNA-basierte Therapien produzieren können.

Das Projekt, das auch von der internationalen Impfinitiative CEPI finanziell unterstützt wird, hatte Curevac bereits Anfang 2019 angekündigt. Damals hieß es, das erfolge in Zusammenarbeit mit mehreren internationalen Organisationen und einem zusätzlichen Partner aus dem Bereich Maschinenbau.

Ein mit Curevac vertrauter Insider sagte, die Tesla-Tochter Grohmann und Curevac arbeiteten schon seit einer Weile gemeinsam an den RNA-Druckern. Diese Produktionseinheit zur Herstellung von Boten-RNA (mRNA), auf der die Impfstoffe von Curevac basieren, soll etwa eine schnelle Lieferung vor Ort in Regionen ermöglichen, in denen eine Epidemie ausbricht.

Sollte Curevac mit seinem Coronavirus-Impfstoffkandidaten erfolgreich sein und eine Zulassung erhalten, verfügt das Tübinger Unternehmen bereits über Produktionsstätten mit behördlicher Zulassung in Deutschland, die Hunderte Millionen Dosen produzieren könnten.

Mitte Juni hatte Curevac den Einstieg in klinische Prüfungen mit einem Corona-Impfstoffkandidaten angekündigt. Insgesamt befindet sich damit weltweit ein Dutzend Impfstoffprojekte in der klinischen Prüfung – das heißt in der Erprobung am Menschen.

Das Tübinger Unternehmen will seinen Impfstoff in einer Studie mit 168 Teilnehmern in drei Dosierungen testen, 144 der Probanden sollen dabei geimpft werden. Beteiligt sind Studienzentren in Tübingen, München, Hannover und dem belgischen Gent.

Erste Daten erwartet Curevac-Chef Franz-Werner Haas im September oder Oktober. Anschließend könnte eine größere Studie in den Entwicklungsphasen 2 und 3 starten. In diesem Rahmen soll der Impfstoff dann auch gezielt an Personengruppen mit einem erhöhten Infektionsrisiko getestet werden.

Bei einem erfolgreichen Verlauf der Tests plane man, Mitte des kommenden Jahres einen Impfstoff auf den Markt zu bringen.

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