Immobilien auf den Balearen: Tausche Stadtwohnung gegen Finca auf großem Grundstück
Weil Bauland knapp, werden auf Mallorca ältere Immobilien rundum modernisiert.
Foto: Engels & VölkersDüsseldorf. Florian Hofer, beim Maklerhaus Engel & Völkers verantwortlich für das Immobiliengeschäft auf den Balearen, klingt erleichtert: „Ich bin wieder extrem zuversichtlich“, sagt er. Nachdem der Immobilienmarkt in Spanien, aber auch in Portugal und Italien während des Lockdowns von März bis Mai praktisch eingefroren war, kehrten die Interessenten nun in den Sommermonaten in Scharen zurück. Zwei Gründe macht der Berater dafür verantwortlich.
Zum einen bewerteten viele seiner vermögenden Kunden die Vorzüge eines Refugiums in vertrauter Umgebung nach der Erfahrung des Corona-Lockdowns neu. „Die Möglichkeit, sich auf einem eigenen Grundstück mit viel Platz frei bewegen zu können, bekommt plötzlich einen ganz anderen Stellenwert“, sagt Hofer.
Entsprechend nehme die Nachfrage nach Fincas mit viel Grund und Boden auf Mallorca zu. Apartments in Palma ohne Balkon oder mit einer gemeinschaftlich genutzten Dachterrasse hingegen täten sich derzeit auf dem Markt eher schwer. Zum Zweiten suchten viele Kunden eine Möglichkeit, ihr Vermögen sicher zu parken. „Und da gibt es aktuell praktisch keine Alternative zur Immobilie“, sagt Hofer. Gefragt seien deshalb Märkte mit hoher Wertstabilität wie etwa Mallorca.
Die Nachfrage könnte noch steigen: Laut Daten des Buchungsportals Fewo-direkt kommt für Ferienhausurlauber im Herbst nur ein Ziel außerhalb Deutschlands infrage: die Balearen. Sie hätten für Oktober alle deutschen Reiseziele überholt und stünden ganz oben auf der Wunschliste der Urlauber, teilt das Unternehmen mit.