1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Industrie
  4. Flugzeugbauer: Boeing stellt 787 „Dreamliner“-Produktion nahe Seattle ein

FlugzeugbauerBoeing stellt 787 „Dreamliner“-Produktion nahe Seattle ein

Der US-Flugzeugriese verlegt die Fertigung seines Modells 787 von Seattle wieder komplett nach South Carolina. Das soll die Kosten in der Coronakrise senken. 01.10.2020 - 21:29 Uhr Artikel anhören

Wegen der Coronakrise hat der Flugzeugbauer bereits 19.000 Stellen gestrichen.

Foto: AFP

Seattle, Chicago. Um die Produktionskosten in der Coronakrise zu senken, verschiebt der US-Luftfahrtriese Boeing die Fertigung seines Modells 787 „Dreamliner“. Traditionell wird der Langstreckenjet in Everett bei Seattle im US-Bundesstaat Washington produziert, 2010 kam North Charleston in South Carolina als zweiter Standort hinzu. Ab 2021 soll die komplette Fertigung der Modellserie dorthin verlagert werden, wie Boeing am Donnerstag mitteilte. Die Produktionsmenge sinkt ab kommendem Jahr auf sechs Jets pro Monat.

In einem Memo an die Mitarbeiter sprach Boeing-Manager Stan Deal von einer „schwierigen Entscheidung“, die nötig sei, damit der Konzern die Belastungen durch die Pandemie bewältigen könne. Auf Nachfrage sagte eine Sprecherin, dass momentan etwa 900 Mitarbeiter in der 787-Produktion in Everett beschäftigt seien. Boeing wolle sich bemühen, den Stellenabbau möglichst gering zu halten.

South Carolina zählt zu den südlichen US-Staaten, die Konzerne mit niedrigeren Löhnen und geringem Gewerkschaftseinfluss locken. Allerdings gibt es schon länger Berichte über Produktionsmängel im dortigen Boeing-Werk.

Für den Standort Everett in der Region Puget Sound ist die Entscheidung ein schwerer Schlag. Boeing hat dort jedoch eine Reihe von Werken mit insgesamt Zehntausenden Beschäftigten und betont, dass dort weiterhin die Modellserien 737, 747 sowie 767 und 777 produziert würden.

Der Konzern ist wegen des Debakels rund um die nach zwei Abstürzen mit Flugverboten belegte 737 Max stark angeschlagen, die Corona-Pandemie hat die Lage weiter verschärft. Der Airbus-Rivale hatte bereits angekündigt, dass aufgrund der Krise rund 19.000 Mitarbeiter gehen, nun dürften weitere Entlassungen hinzukommen.

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt