Interview: Bosch trotzt der Krise: CEO Volkmar Denner stellt Gewinn in Aussicht
„Für Bosch als Unternehmen ist die technologische Souveränität Europas ein wichtiger Wettbewerbsfaktor.“
Foto: Robert Bosch GmbHStuttgart. Der Bosch-Konzern zeigt sich robust im Corona-Jahr. „Die Bosch-Gruppe wird Gewinn machen, wenn das Geschäft sich weiter so entwickelt und es keinen Lockdown der Industrie gibt“, sagte Bosch-Chef Volkmar Denner im Interview mit dem Handelsblatt. Trotz des dramatisch schwierigen Jahres und der hohen Restrukturierungskosten sei der weltgrößte Automobilzulieferer vergleichsweise gut durch die Krise gekommen.
„Im dritten Quartal liegt der Umsatz nominal zwei und währungsbereinigt fünf Prozent über dem Vorjahr“, sagte der Bosch-Chef. Das habe er selbst vor wenigen Monaten noch nicht für möglich gehalten. Für einen gewissen Ausgleich für den stark schrumpfenden Automobilmarkt sorgen die Elektrowerkzeuge und die Haushaltsgeräte mit einem Umsatzplus von 20 Prozent.
Aber auch in der Autobranche gibt es positive Signale. „Auch der Mobilitätsbereich, der fast 60 Prozent zum Konzernumsatz beisteuert, lag im Monat September wieder über Vorjahr.“ Für den gesamten Stiftungskonzern wagte Denner eine Prognose: „Nach dem deutlichen Einbruch im zweiten Quartal werden wir in der Bosch-Gruppe 2020 rund neun Prozent unter dem Vorjahresumsatz liegen.“