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TechnologieinvestorGigantischer Aktienblock-Handel: Prosus verkauft Tencent-Anteile für 14 Milliarden Dollar

Die niederländische Firma stößt den zweitgrößten Aktienblock ab, der jemals veräußert wurde. Der Preis pro Aktie liegt deutlich unter dem Schlusskurs von Mittwoch.Hannah Krolle 08.04.2021 - 13:23 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Prosus hat sich von 191,89 Millionen Tencent-Aktien für 595 Hongkong-Dollar je Papier getrennt.

Foto: Bloomberg

Düsseldorf/Amsterdam. Der niederländische Technologieinvestor Prosus hat einen Teil seiner Tencent-Beteiligung für 14,7 Milliarden US-Dollar verkauft. Bei einem der bisher weltgrößten Verkäufe eines Aktienblocks veräußerte Prosus zwei Prozent, wie der chinesische Technologiekonzern Tencent mitteilte.

Prosus trennte sich von 191,89 Millionen Aktien für 595 Hongkong-Dollar je Papier, was einem Abschlag von 5,5 Prozent zum Schlusskurs von Mittwoch entsprach. Am Donnerstagmorgen stand die Tencent-Aktie an der Hongkonger Börse unter Druck.

Damit gehören Prosus, das vom südafrikanischen Technologieinvestor Naspers kontrolliert wird, nun noch knapp 29 Prozent von Tencent. Prosus-Chef Bob van Dijk sagte, der Verkauf erhöhe die finanzielle Flexibilität.

Nach Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg handelt es sich bei dem Aktienverkauf von Prosus um den bisher zweitgrößten Verkauf eines Aktienblocks, der jemals getätigt wurde. Noch größer war demnach der Verkauf eines 20,7-Milliarden-US-Dollar-Pakets von Aktien der American International Group durch das Finanzministerium der USA im Jahr 2012.

Prosus könnte mit dem Kapital in Onlinehandel investieren

Prosus wurde 2019 durch den südafrikanischen Medienkonzern Naspers gegründet. Damit lagerte Naspers seine Internetbeteiligungen aus und brachte Prosus wenig später an die Börse. Seitdem ist der niederländische Konzern mit 21.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 21,5 Milliarden US-Dollar an der Euronext Amsterdam und der Johannisburger Börse gelistet.

Prosus ist unter anderem an Essenslieferdiensten wie Delivery Hero, Kleinanzeigen-Anbietern und Bezahlplattformen beteiligt. Das frei werdende Kapital kann der Konzern für weitere Investitionen im Corona-bedingt boomenden Onlinehandel einsetzen. Nach Bloomberg-Angaben werden sich die Barreserven von fünf Milliarden US-Dollar im September mehr als vervierfachen.

„Die Gruppe ist an interessanten indischen E-Commerce-Firmen beteiligt. Möglicherweise wird ein Teil des Kapitals dorthin fließen“, sagt Nick Kunze, Senior Portfolio Manager bei Sanlam Private Wealth, gegenüber Bloomberg.

Analysten rechnen mit weiteren lukrativen Deals, nachdem Prosus in der Vergangenheit den Kauf des britischen Lebensmittelkonzerns Just Eat verpasst hatte.

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Prosus hat sich verpflichtet, innerhalb der nächsten drei Jahre keine weiteren Tencent-Aktien zu verkaufen, erklärt das Unternehmen am Donnerstag. Auch der Mutterkonzern Naspers hatte 2018 Tencent-Anteile im Wert von 9,8 Milliarden US-Dollar verkauft, ein Jahr bevor er seine Beteiligungen an Prosus abtrat.

Mit Agenturmaterial von Reuters und Bloomberg

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