DFL: Finanzinvestoren legen lukrative Offerten für Auslandsrechte der Fußball-Bundesliga vor
Seit einem Jahr kickt die Bundesliga nahezu durchgehend vor leeren Rängen. Nun geht es um einen möglichen Teilverkauf der Auslandsrechte.
Foto: Pool via REUTERSFrankfurt. Es geht um den liebsten Sport der Deutschen und um eine Menge Geld: Der Verkauf eines Pakets von 25 Prozent an einer Tochterfirma zur Vermarktung der Auslandsrechte der Fußball-Bundesliga geht in die heiße Phase. Nach Informationen aus Finanzkreisen wurden die 36 Klubs aus der ersten und der zweiten Liga jetzt von der Deutschen Fußball Liga (DFL) über den Stand der Ausschreibung beim „Project Competition“ informiert.
Demnach hat sich das Bieterfeld von zunächst rund 30 Finanzinvestoren und einem strategischen Interessenten in den vergangenen Wochen auf zehn verkleinert, drei bis vier Angebote werden vom DFL-Präsidium jetzt als besonders attraktiv eingestuft. Dazu zählen laut Finanzkreisen die Offerten der prominenten Private-Equity-Häuser CVC und KKR.
Der Deal hat aktuell einen Wert von über 500 Millionen Euro, der gesamte Wert der Auslandsrechte wird auf mindestens zwei Milliarden Euro taxiert. Die DFL hat die Transaktion zur Abstimmung in der Mitgliederversammlung vorbereitet, die am 19. Mai ihr Votum abgeben soll. Es ist eine Zweidrittelmehrheit notwendig, damit der Verkauf realisiert werden kann. Die Investmentbank Nomura betreut den Bieterprozess.