Unternehmer Mark Cuban: US-Milliardär blamiert sich in der Krypto-Welt – und ruft nach mehr Regulierung
Die 75.000 Dollar, die Cuban verloren hat, kann er locker verschmerzen.
Foto: ReutersDenver. Noch vor einer Woche hatte sich Mark Cuban auf die Seite der Kryptofans geschlagen. Der Milliardär und Besitzer des Basketballteams Dallas Mavericks gab sich in einem Blog-Eintrag begeistert von dem dezentralen Finanzsystem (Defi). Das ist eine Art Schatten-Wall-Street, die auf Blockchains und digitalen Währungen basiert und in den vergangenen Monaten deutlich an Relevanz gewonnen hat.
Gerade das sogenannte Yield Farming sei „brillant“, schwärmte Cuban. Das sind Strategien, um Kryptowährungen anzulegen und darauf Zinsen zu bekommen. „Banken sollten Angst haben“, attestierte der 62-Jährige, der sich auch in der TV-Show „Shark Tank“ als Juror engagiert, dem amerikanischen Vorbild von „Die Höhle der Löwen“.
Wenige Tage später ist die Stimmung gekippt. Cuban hatte in seinem Blog-Eintrag auch ein Investment in das Kryptoprojekt Titan Finance erwähnt. Das kollabierte am Donnerstag überraschend: Ein Titan Coin war am Mittwoch noch 64 Dollar wert, am Donnerstag lag der Preis bei weit unter einem Cent.
Offenbar hatte eine Reihe großer Investoren praktisch gleichzeitig ihr Geld aus dem Projekt gezogen, an das auch ein Stable Coin namens Iron gekoppelt war. Warnsignale, die Experten noch kurz zuvor über Twitter absendeten, hatte Cuban nicht mitbekommen.