Trendviertel 2021: Projekte in der Dauerschleife: Köln will endlich schneller bauen
In der Stadt fehlt es an Angeboten für Wohnungskäufer und -mieter.
Foto: HandelsblattKöln. Wer in diesem Sommer einen ausgedehnten Spaziergang zu den Poller Wiesen am östlichen Kölner Rheinufer unternimmt, wird erst einmal jäh ausgebremst. Die Drehbrücke, auf der Fußgänger, Radfahrer und außer an den Wochenenden auch Autos das Deutzer Hafenbecken überqueren, ist außer Betrieb. Vorerst bis Ende 2021 wird sie saniert – doch niemand in der Stadt rechnet damit, dass die Arbeiten tatsächlich pünktlich zum 31. Dezember dieses Jahres abgeschlossen sein werden.
Deshalb muss man zurzeit einen langen Umweg in Kauf nehmen, wenn man in südlicher Richtung zurückkommen will an den Fluss mit seinen ausgedehnten Uferwiesen und den von Kastanienbäumen gesäumten Rheindamm zwischen den Stadtteilen Deutz und Poll. Die Route ist weder schön noch sonderlich verkehrssicher.
Immerhin aber macht sie eines erfahrbar: die Lage und Dimension des „Deutzer Hafens“. Das Industrieareal zwischen Dreh- und Südbrücke – ein riesiges Gelände von fast 38 Hektar Fläche – gehört zu den spannendsten städtebaulichen Entwicklungsprojekten der Stadt. Entstehen soll dort ein gemischtes Stadtquartier mit 3000 Wohnungen für etwa 6900 Bewohner, dazu 6000 Arbeitsplätze, Kitas, eine Grundschule, Restaurants, Kneipen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen.