Technologiekonzern: Für die Amazon-Aktie gelten keine klassischen Bewertungskennzahlen
Im Durchschnitt veranschlagen die 55 Experten, die Amazon beobachten, ihr Zwölfmonats-Kursziel auf 4350 Dollar je Aktie.
Foto: imago images / Alexander PohlDüsseldorf. Weltweit stehen 55 Kaufempfehlungen null „Halten“- und null „Verkaufs“-Urteilen gegenüber. Solch ein klares Aktienvotum ist selbst in der gemeinhin optimistischen Analystenzunft ungewöhnlich. Bei Amazon ist es Realität.
Im Durchschnitt veranschlagen die 55 Experten, die Amazon beobachten, ihr Zwölfmonats-Kursziel auf 4350 Dollar je Aktie. Das wäre ein weiteres Potenzial von gut 25 Prozent. Dabei ist der Kurs bereits kräftig gestiegen: fast 400 Prozent in fünf Jahren und mehr als 1500 Prozent in den vergangenen zehn Jahren. Ein Ende der Rally, geschweige eine Trendwende, ist nicht in Sicht.
Dabei spricht die klassische Aktienanalyse eigentlich gegen das Papier. Es gibt wohl kein Unternehmen, für das gängige Bewertungskennzahlen, um daraus Kauf- oder Verkaufsempfehlungen abzuleiten, weniger gelten als für Amazon.
Ob der Kurs in Relation zum Umsatz, Cashflow oder Reingewinn gesetzt wird: Anleger bezahlen für die Aktie stets mehr als für die meisten anderen Werte aus der Technologiebranche. Doch der Konzern aus Seattle hat immer geliefert. Aus Hoffnungen und Spekulationen wurden reale Gewinne.