Flutkatastrophe: Die Aufarbeitung der Katastrophe beginnt – und das Fragen nach den Versäumnissen
Fahrzeuge auf der B256 Luxemburger Straße: Die Fahrer waren von den Wassermassen überrascht worden.
Foto: action pressBerlin. Immerhin eine gute Nachricht gab es am Montag zu verkünden, fünf Tage nach dem Beginn der verheerenden Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen: Der Damm der Steinbachtalsperre im Kreis Euskirchen scheint zu halten.
Tagelang hatten sich Experten um die Statik des Dammes gesorgt, Wasser abgepumpt und 4500 Menschen flussabwärts vorsichtshalber evakuiert. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) waren am Montag an die Talsperre gereist, um sich persönlich ein Bild von der Lage zu machen.
Da war schon absehbar, dass der Damm, auf dem Seehofer und Laschet in Wanderschuhen und Gummistiefeln standen, dem Druck des Wassers wohl standhalten würde. „Ich habe in meinem ganzen Leben so etwas noch nie erlebt“, schilderte Bundesinnenminister Seehofer seine Eindrücke aus dem Flutgebiet.
Dafür, dass „in diesem Fall eine Katastrophe abgewendet werden konnte“, dankte er an der Steinbachtalsperre den Einsatzkräften vor Ort. Auch Ministerpräsident Laschet lobte die „enge Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen“.