Tarifstreit: „190 Güterzüge im Rückstau“: Welche Folgen der Lokführer-Streik für Unternehmen haben kann
Nur ein Viertel aller Fernverkehrszüge konnte am ersten von zwei Streiktagen fahren.
Foto: imago images/CTK PhotoBerlin, Frankfurt. Bahnreisende werden sich wohl auf weitere Streikwellen einstellen müssen: Anfang kommender Woche will die Lokführergewerkschaft GDL über neue Streiks entscheiden, sagte Gewerkschaftschef Claus Weselsky am Mittwoch. Nur ein neues Angebot des Managements der Deutschen Bahn könne daran etwas ändern. Doch das ist nicht in Sicht. Personalvorstand Martin Seiler bezeichnete die eigene Offerte erneut als gut und forderte die GDL auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Die Lokführer hatten ihren zweitägigen Streik im Personenverkehr am Mittwochmorgen begonnen – mit heftigen Folgen. Im Fernverkehr fuhren nur 25 Prozent der Züge. Auch im Nahverkehr gab es viele Ausfälle. Weil die Arbeitsniederlegungen sehr kurzfristig angekündigt wurden, steckten viele Urlauber und Pendler am Mittwoch fest. Enden soll der Streik in der Nacht zum Freitag.
Auch die Unternehmen könnten den Streik zu spüren bekommen. Die Lokführer hatten den Arbeitskampf am Dienstagabend im Cargobereich begonnen. „Aktuell stehen rund 190 Güterzüge im Rückstau“, teilte die Bahn am Mittwoch mit.