Halbjahresbilanz: Norwegischer Staatsfonds verdient in sechs Monaten fast so viel wie im gesamten Vorjahr
Norwegens Pensionsfonds fungiert als Versicherung für künftige Generationen, wenn nicht mehr nach Öl gebohrt werden kann.
Foto: dpaDüsseldorf. Norwegens Ölfonds erzielte im ersten Halbjahr 2021 enorme Gewinne: Er erreichte in dem Zeitraum eine Rendite von 9,4 Prozent, teilte der Ölfonds am Mittwoch mit. Das entspricht einem Plus von umgerechnet 94,9 Milliarden Euro. Am 30. Juni hatte der größte Staatsfonds der Welt einen Gesamtwert von 1,11 Billionen Euro.
Damit legte der Fonds schon im ersten Halbjahr fast so viel zu wie im gesamten Corona-Jahr – da waren es 102,5 Milliarden Euro gewesen. „Die Aktienanlagen haben im ersten Halbjahr den positivsten Renditebeitrag geleistet, insbesondere die Investitionen in den Sektoren Energie und Finanzen“, erklärte Nicolai Tangen.
72,4 Prozent waren zum Halbjahresende in Aktien investiert. Das ist zwar etwas weniger als im vergangenen Quartal, die Quote liegt aber immer noch 2,4 Prozentpunkte über der gesetzten Grenze von 70 Prozent, die die Fondsmanager in Oslo in Aktien investieren dürfen, 25,1 Prozent waren zuletzt in Anleihen investiert und 0,1 Prozent in nicht börsennotierte Infrastruktur und erneuerbare Energie.