Zukunftstechnologie: Einstieg in einen Milliardenmarkt: Amazon entwickelt eigenen Quantencomputer
Bislang arbeitet Amazon bei seinem Braket-Quantencomputing mit Hardwareherstellern wie Rigetti Computing zusammen.
Foto: RigettiSan Francisco. Amazon wagt sich in die Zukunft. „Wir haben ein internes Projekt, einen eigenen Quantencomputer zu bauen, Software und Algorithmen dafür zu entwickeln“, sagt Oskar Painter, Chef des Quantenhardware-Teams bei Amazon Web Services (AWS), dem Handelsblatt.
Während Google, IBM und eine Reihe von Start-ups bereits seit Jahren an den extrem schnellen Rechnern forschen, hatte sich Amazons Cloud-Tochter bisher zurückgehalten. Zu weit entfernt erschien die futuristische Technologie von einer realistischen Anwendung.
Aber es lockt ein großer Markt. Die Unternehmensberatung BCG rechnet in einer aktuellen Studie damit, dass voll funktionsfähige Quantencomputer bis zu 850 Milliarden Dollar Wertschöpfung freisetzen können - allerdings tritt der volle Effekt erst nach 2040 ein.
Oskar Painter leitete einst das Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts in Erlangen. Nun hat er Amazons „Center for Quantum Computing“ auf den Campus der renommierten technischen Universität Caltech nahe Los Angeles geholt, wo er auch Professor ist. Wann der AWS-Quantencomputer fertig sein soll, sagt Painter noch nicht.