Tourismus: Bilanz des Reisesommers: Viele Urlaubsländer sehen noch keine nachhaltige Erholung
Trotz der Impfungen blieb in vielen Ländern die Erholung der Tourismuswirtschaft aus.
Foto: imago images/MiSAthen, Madrid, Paris, Rom. Nach dem schlechten Reisesommer im vergangenen Jahr, hatten die Urlaubsländer darauf gehofft, dass die Impfungen die Reiselust in diesem Jahr wieder ankurbeln. Doch der große Run blieb aus.
Nach Angaben der Tourismusberatung Forward Keys lag der internationale Flugverkehr in Europa im Juli und August bei 40 Prozent des Niveaus von 2019. Ein ernüchterndes Ergebnis, wenngleich es deutlich besser ist als die 27 Prozent des vergangenen Jahres. Für die Erholung der Urlaubsländer ist das eine gewichtige Bremse, weil der Tourismus einen großen Teil der Wirtschaftsleistung ausmacht.
Allerdings war die Lage in den Urlaubsländern sehr unterschiedlich. Der große Gewinner dieses Sommers war Griechenland: Dort lag die Zahl der bestätigten Tickets von internationalen Ankünften bei 86 Prozent des Niveaus von 2019. Als mögliche Erklärung führt Forward Keys an, dass Griechenland früher als andere Länder angekündigt hat, Besucher mit einer vollständigen Impfung, einem negativen PCR-Test oder einer überstandenen Covid-Infektion einreisen zu lassen.
In allen großen Urlaubsdestinationen sind dagegen die Preise im Sommer deutlich gestiegen – und zwar nicht nur gegenüber vergangenem Jahr, sondern selbst im Vergleich zu 2019. Zu dem Schluss kommt eine Auswertung der Tourismusberatung Mabrian Technologies.