Pharma- und Chemiekonzern: Fünf Jahre nach Monsanto-Kauf: Diese fünf Grafiken zeigen, wie die Übernahme Bayer belastet
Düsseldorf.
Für Bayer-Chef Werner Baumann waren es befreiende Tage: Vor genau fünf Jahren machte er den 63 Milliarden Dollar schweren Kauf des US-Saatgutherstellers Monsanto perfekt. Am 14. September 2016 verkündete er in New York nach monatelangem Ringen endlich die Übernahme-Einigung mit dem Monsanto-Management. In den Tagen danach warb er bei den Mitarbeitern des US-Konzerns und im heimischen Leverkusen um Vertrauen.
Die Jahre danach waren für Baumann weniger entspannt: Der Monsanto-Unkrautvernichter Glyphosat wurde zur Milliardenfalle, dazu kam der harsche Gegenwind von Öffentlichkeit und Investoren. Letztere entzogen dem Bayer-Vorstand auf der Hauptversammlung 2019 sogar das Vertrauen und nannten die Übernahme ein „Debakel.“
Fünf Jahre Monsanto in fünf Grafiken zeigen, wie die Übernahme Bayer verändert hat und den Konzern bis heute belastet.
1. Der Absturz der Bayer-Aktie: Wann platzt der Knoten?
Als im Frühjahr 2016 die ersten Gerüchte über Bayers Kaufofferte für Monsanto durchsickerten, war die Kursreaktion negativ – rund acht Prozent verlor die Bayer Aktie auf etwa 85 Euro. Nach der Übernahmevereinbarung im Herbst 2016 ging das Management bei Investoren auf Werbetour. Er habe noch keine Kombination gesehen, die so viel Potenzial zur Wertschaffung habe wie die von Monsanto und Bayers Agrargeschäft, sagte CEO Baumann damals.