Ölkonzern: Star-Investor Daniel Loeb greift an: Warum seine Aufspaltungspläne Shell noch mehr unter Druck setzen
Angriff von mehreren Seiten.
Foto: imago images/ZUMA WireDüsseldorf. Nachdem aktivistische Investoren bereits bei dem US-Konzern Exxon Mobil für Furore sorgten, ist nun auch bei dem britisch-niederländischen Ölriesen Shell ein neuer Großaktionär mit klarer Agenda eingezogen: Der US-Hedgefonds Third Point hat eine große Beteiligung an dem Ölkonzern Royal Dutch Shell erworben und fordert dessen Aufspaltung. Die Beteiligung sei zwischen 500 und 750 Millionen Dollar wert und mache Third Point zu einem der größten Anteilseigner von Shell, berichtet etwa das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Third Point von Star-Investor Daniel Loeb drängt den Ölmulti, sich aufzuspalten. Shell sollte die Gründung zweier eigenständiger Unternehmen in Betracht ziehen, heißt es in einem Schreiben an Shell. Das Schreiben liegt dem Handelsblatt vor. Die eine Gesellschaft sollte die alten Geschäftsbereiche beherbergen, die andere Firma sich auf das Geschäft mit erneuerbaren Energien konzentrieren. Weil man versuche, die unterschiedlichen Interessen der Investoren zu bedienen, dränge man das Unternehmen in zu viele verschiedene Richtungen und lande bei einer sich widersprechenden Strategie, die niemanden glücklich mache.