Jahresbilanz: So laufen die Aktien der zehn größten deutschen Börsendebütanten
Die deutschen Börsendebütanten haben sich in diesem Jahr sehr unterschiedlich entwickelt.
Foto: dpaDüsseldorf, Frankfurt. Von 43 Prozent Verlust bis 30 Prozent Gewinn: Die deutschen Börsendebütanten haben sich in diesem Jahr sehr unterschiedlich entwickelt. Während beispielsweise der Softwarekonzern Suse und der Funkmastenbetreiber Vantage Towers die Aktionäre mit hohen Kursgewinnen beglückten, waren der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 und der virtuelle Brillenhändler Mister Spex eher herbe Enttäuschungen für die Investoren.
Wessen Aktie läuft besonders schlecht? Wer liegt vorne? Und wie sind die Aussichten? Das Handelsblatt gibt die Antworten darauf.
Mister Spex
Der Optiker Mister Spex hat das Vertrauen nach dem Börsengang enttäuscht: Fast auf den Tag genau vier Monate nach dem Börsengang korrigierten die Berliner ihre optimistische Prognose für Umsatz und Ergebnis deutlich nach unten. Seit dem Börsengang hat das Unternehmen rund 40 Prozent an Wert verloren.
Das Vertrauen zurückzugewinnen dürfte für das Management schwer werden. Eine Anfrage, wie das gelingen soll, ließ Mister Spex unbeantwortet.
Analystenempfehlungen laut Refinitiv: 5 Kaufen, 0 Halten, 0 Verkaufen. Durchschnittliches Kursziel: 27,00 Euro.
Auto1
„Dieses Jahr haben wir einen Höhepunkt nach dem anderen erreicht“, meint Christian Bertermann, CEO von Auto1. Tatsächlich hat der Gebrauchtwagenhändler gerade das beste Quartal in der Firmengeschichte hingelegt. Allein: An der Börse verfängt seine Wachstumsstory einfach nicht. Die Aktie der Firma ist seit der Erstnotiz im Februar drastisch abgesackt. Vielleicht auch, weil Bertermann noch sehr weit vom Ziel entfernt ist, Auto1 in den größten Autohändler Europas zu verwandeln.