Satya Nadella: Microsoft floriert unter CEO Nadella – Wieso er trotzdem viele seiner Aktien verkauft
Unter seiner Zeit an der Unternehmensspitze hat die Bewertung von Microsoft an der Börse um fast 800 Prozent zugelegt.
Foto: APDüsseldorf. Für Satya Nadella läuft es gut. Sehr gut sogar. „Unser Auftrag, jeden Menschen und jede Organisation auf der Welt in die Lage zu versetzen, mehr zu erreichen, war noch nie so dringlich und notwendig wie heute“, sagte der Microsoft-Chef am Dienstag bei der jährlichen Aktionärsversammlung. Die Coronapandemie sei zwar eine Herausforderung. Sie habe aber den Trend zur Digitalisierung verstärkt. Und davon profitiert Microsoft.
Mit dem Videokonferenz-Dienst Teams hat der Konzern die digitale Infrastruktur für ein Arbeiten im Homeoffice bereitgestellt. Die Cloud-Dienste und auch die Office-Anwendungen waren nie so gefragt wie heute.
Als Nadella im Februar 2014 den Chefposten bei Microsoft übernahm, war der Konzern abgeschlagen. In der Technologiebranche galt das Unternehmen als wenig innovativ. Langjährige Firmenkunden schauten nach Alternativen zu Microsoft-Produkten.
Nadella verordnete dem Konzern einen radikalen Kurswechsel. Er setzte konsequent auf Cloud-Lösungen und kooperatives Arbeiten. Unter seiner Führung stieg die Börsenbewertung von Microsoft um fast 800 Prozent.
Das bedeutet, dass der größte Teil der heutigen Bewertung des Konzerns auf Nadella entfällt. Kaum einem CEO eines großen Tech-Konzerns ist so eine Kehrtwende gelungen. Die US-Zeitung „Barron’s“ bezeichnete Nadella sogar als „einen der größten wertschöpfenden Unternehmensführer aller Zeiten“.