Börsen: Drei deutsche Unternehmen fliegen aus dem Stoxx Europe 600
Der Softwarekonzern hat einen starken Kursverfall hinter sich.
Foto: dpaZug. Im Zuge der in drei Wochen anstehenden Veränderungen in den großen europäischen Aktienindizes müssen drei deutsche Unternehmen den breit gefassten Stoxx Europe 600 verlassen: das Software-Unternehmen Teamviewer, die Immobiliengesellschaft Grand City Properties sowie der Online-Händler für Haustierbedarf Zooplus. Sie werden von Montag, 20. Dezember an, nicht mehr in dem Index notiert sein, wie der zur Deutschen Börse gehörende Index-Anbieter Qontigo am Mittwochabend mitteilte.
Der Abstieg von Teamviewer folgt auf den starken Kursverfall der vergangenen Monate, nachdem das Unternehmen seine hochgesteckten Wachstumsambitionen deutlich zurückgenommen hatte. An Zooplus hatten jüngst die Finanzinvestoren EQT und H&F die Mehrheit übernommen. Sie wollen nun die verblieben Minderheitsaktionäre abfinden und das Unternehmen dann von der Börse nehmen.
Auch bei den europäischen Indizes EuroStoxx 50 und Stoxx Europe 50 kommt es im Dezember zu Veränderungen. Der französische Luxusmodeanbieter Hermes International ersetzt im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 die Aktien der vom Medienkonzern Vivendi abgespaltenen Universal Music Group (UMG). Dies teilte der zur Deutschen Börse gehörende Index-Anbieter Qontigo am Mittwochabend mit. Im währungsgemischten Stoxx Europe 50 ersetzt der Schweizer Luxuswarenkonzern Richemont den britischen Telekomkonzern Vodafone.
Erstmals in neuer Zusammensetzung gehandelt werden die Indizes am Montag, 20. Dezember. Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes real nachbilden (etwa physisch replizierende ETF). Dort muss dann entsprechend umgeschichtet und umgewichtet werden, was Einfluss auf die Aktienkurse haben kann.