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„Partygate“Johnson will im Amt bleiben – Auch Partei-Generalsekretär lehnt Rücktritt des Premiers ab

Der britische Premierminister will nicht zurücktreten. Stattdessen wird Johnson wohl enge Mitarbeiter rauswerfen – und die Corona-Beschränkungen aufheben. 16.01.2022 - 13:18 Uhr Artikel anhören

Der britische Premierminister steht wegen mehrerer illegaler Parties in seinem Amtssitz unter Druck – will aber nicht zurücktreten.

Foto: Reuters

London. Der um seinen Posten kämpfende britische Premier Boris Johnson will einem Medienbericht zufolge mit einem Rundumschlag unter seinen engsten Mitarbeitern seine politische Zukunft retten. Wie die „Sunday Times“ am Sonntag berichtete, plant der konservative Regierungschef, personell umfassend in der Downing Street aufzuräumen und eine Reihe von „populistischen Ankündigungen“ zu tätigen, um sich nach den Enthüllungen in der „Partygate“-Affäre im Amt halten zu können. Zu seinen Plänen soll auch zählen, die verbliebenen Corona-Beschränkungen am 26. Januar aufzuheben.

Johnson weigert sich dem Bericht zufolge, selbst die Verantwortung für die Regierungskrise zu übernehmen. Auf Treffen in den vergangenen Tagen soll er seinem Team vorgeworfen haben, ihn nicht geschützt zu haben. Johnsons Büroleiter Martin Reynolds, der Mitarbeiter trotz Lockdown-Regeln im Mai 2020 mit dem E-Mail-Aufruf „Bringt Euren eigenen Alkohol mit“ zu einer Gartenparty eingeladen hat, dessen Vertreter Stuart Glassborow und Stabschef Dan Rosenfield gelten als wahrscheinlichste Kandidaten dafür, die Downing Street verlassen zu müssen.

Der Premier hatte sich am Mittwoch im Parlament für die Gartenparty in seinem Amtssitz entschuldigt. Doch weitere Enthüllungen zu Feiern in der Downing Street folgten, unter anderem zu Feiern am Vorabend der Beerdigung von Queen-Gemahl Prinz Philip im April 2021. Damals galten strenge Corona-Regeln in Großbritannien, wodurch Queen Elizabeth II. alleine in der Kapelle ihrer Residenz Windsor sitzen musste, als ihr Mann bestattet wurde.

Derzeit läuft eine regierungsinterne Untersuchung der Vorfälle. Die Opposition hat Johnson zum Rücktritt aufgefordert, zuletzt schlossen sich auch einige konservative Parteifreunde angeschlossen. Johnson wird auch der Popularitätsschwund der Konservativen Partei zur Last gelegt, die in Umfragen zehn Prozentpunkte hinter der oppositionellen Labour-Partei liegt.

Die Spitze der Konservativen Partei stellt sich derweil hinter ihren angeschlagenen Premierminister und lehnt einen Rücktritt ab. Erst müssten die Vorwürfe geklärt werden, dann müsse sich Johnson mit den Gepflogenheiten seiner Regierung auseinandersetzen, sagte der Chairman der Konservativen Partei und britische Kulturminister Oliver Dowden am Sonntag dem Sender Sky News.

dpa, rtr
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