Jobsuche: Selbstbewusst und unaufdringlich: Wie sich Bewerber nach dem Vorstellungsgespräch richtig verhalten
Sich freundlich nach der weiteren Vorgehensweise zu erkundigen, ist erlaubt. Den potenziellen Chef zu bedrängen nicht.
Foto: Westend61 / Bartek SzewczykKöln. Nach einem ersten Date sollte man sich innerhalb von 24 Stunden beieinander melden, lautet eine ungeschriebene Regel. Und wer nach drei Tagen noch nichts von sich hat hören lassen, ist offensichtlich desinteressiert am weiteren Kennenlernen.
Doch was für romantische Begegnungen gilt, hat auf dem Arbeitsmarkt nicht unbedingt Bestand. Hier ist es gang und gäbe, dass nach dem Vorstellungsgespräch eine Wartezeit von rund einer bis zwei Wochen verstreicht, bis das Unternehmen sich beim Kandidaten meldet – in Einzelfällen kann es sogar noch länger dauern.
Wie lange genau, hängt unter anderem von der angestrebten Position, der Zahl der Bewerber und der Unternehmensgröße ab – aber auch davon, wie gut die Personalabteilung aufgestellt ist. Ein heiß umkämpfter IT-Spezialist wird wahrscheinlich schon sehr schnell grünes Licht bekommen, während der Bewerber fürs Schulpraktikum nicht unbedingt in die Kategorie „eilt!“ fällt.
Zwar skizzieren heute sowohl Konzerne als auch moderne Start-ups ihre Bewerbungsprozesse, die oft aus mehreren Etappen bestehen, häufig schon in der Ausschreibung. Derweil müssen Bewerber bei manchem Mittelständler oder Mini-Unternehmen ohne Personalabteilung lange im Nebel stochern. Mit einem schwammigen „Wir melden uns“ oder „Es kann ein bisschen dauern“ am Ende des Vorstellungsgesprächs sollte sich dennoch niemand abspeisen lassen.