Arbeitsmarkt: Weniger Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe
Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind ein kurzfristiger Indikator für die Lage auf dem Arbeitsmarkt.
Foto: dpaWashington. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ging zurück. In der vergangenen Woche sanken die Erstanträge um 23.000 auf 238.000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Experten hatten im Schnitt 245.000 Anträge erwartet.
Die wöchentlichen Erstanträge sind ein kurzfristiger Indikator für die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Die Notenbank Fed berücksichtigt die dortige Lage stark bei ihren geldpolitischen Entscheidungen.
Seit dem Einbruch in der ersten Corona-Welle hat sich die Arbeitsmarktsituation deutlich gebessert. Zusammen mit der gestiegenen Inflation hat dies die Fed zu einer strafferen Geldpolitik veranlasst. Ihre Wertpapierkäufe will sie im März einstellen. Eine erste Zinserhöhung in der Pandemie wird ebenfalls im März erwartet.
Unterdessen ergibt eine Umfrage, dass die Firmen in den USA im Januar überraschend Stellen abgebaut haben. Unter dem Strich fielen 301.000 Stellen weg, wie der Personaldienstleister ADP am Mittwoch unter Berufung auf seine monatliche Unternehmensumfrage mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Jobaufbau von 207.000 Stellen gerechnet nach revidiert 776.000 Stellen im Dezember.
Die Zahlen sind ein schlechtes Omen für den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht der Regierung, der neben Jobs in der Privatwirtschaft auch Stellen im öffentlichen Dienst umfasst. Hierfür erwarten Experten einen Zuwachs von 150.000 Jobs. Der US-Währungshüter Patrick Harker rechnet angesichts der laufenden Omikron-Viruswelle mit schlechten Zahlen.