Antigentests: Omikron – positiv oder negativ? Im Zweifel alle sieben Stunden auf das Coronavirus testen
Die Schnelltests sind meist weniger zuverlässig als PCR-Tests.
Foto: dpaBerlin. Antigentests werden im Kampf gegen die Corona-Pandemie immer wichtiger. So genügt seit Kurzem in Berlin ein positiver Schnelltest in einer zertifizierten Teststelle, um offiziell als Corona-positiv zu gelten.
Dabei sind die Antigentests, die Proteinbestandteile in der Hülle des Coronavirus nachweisen, oft weniger zuverlässig als die PCR-Tests, die nach dem Erbgut des Virus fahnden. Zudem gibt es wie berichtet erhebliche Qualitätsunterschiede bei den Schnelltests, die in Deutschland für die Heimanwendung erhältlich sind.
Das Paul-Ehrlich-Institut hat die Gesamtsensitivität von Antigen-Schnelltests für die Heimanwendung untersucht – also die Empfindlichkeit, mit der bei allen Personen mit einer hohen, mittleren oder niedrigen Viruslast in den Atemwegen die Proteine entdeckt werden. Selbst bei den Tests, die die für die Zulassung vorgegebenen Kriterien erfüllen, reicht die Gesamtsensitivität von unter 30 Prozent bis zu 100 Prozent.
Vor diesem Hintergrund fragen sich viele, ob sich die Sensitivität auch bei weniger treffergenauen Schnelltests erhöhen lässt. Erhöht sich die Belastbarkeit des Ergebnisses, indem man zwei Tests kurz nacheinander macht? Oder bringt es eine Verbesserung, wenn die Proben nicht nur in der Nase, sondern auch im Rachen entnommen werden? Wir haben nachgefragt: zum einen beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und zum anderen beim Bundesverband Deutscher Laborärzte.