Online-Portal: Scout24 verbucht 2021 kräftiges Umsatzplus
In der bayerischen Landeshauptstadt sind Immobilien besonders teuer. Aber nach Einschätzung von Scout24 sind 2022 weitere Preissteigerungen in den deutschen Metropolen zu erwarten.
Foto: dpaFrankfurt. Der Internetkonzern Scout24 hat – nicht ganz freiwillig – in den vergangenen Jahren seinen Fokus auf das Immobiliengeschäft gelegt. Das zahlt sich nun aus: Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf 389 Millionen Euro, wie Scout24 am Dienstag verkündete. Als Ziel hatte das Unternehmen zuletzt neun Prozent ausgegeben.
Doch das Unternehmen profitiert über seine Online-Plattform Immoscout24 vom Boom auf dem deutschen Wohnungsmarkt. Schließlich werden immer mehr Immobilientransaktionen über das Internet angebahnt und Immoscout24 gilt als Marktführer vor der Nummer zwei, dem Nürnberger Rivalen Immowelt.
Das Geschäft mit Anzeigen für Autoverkäufe hatte Scout24 vor gut zwei Jahren für über 2,8 Milliarden verkauft, nicht zuletzt wegen des Drucks von Finanzinvestoren, die einen solchen Schritt gefordert hatten. Den Erlös aus der Transaktion hatte das im MDax notierte Unternehmen vor allem über Aktienrückkäufe an die Aktionäre ausgeschüttet. Und noch im März nimmt Scout24 den nächsten Aktienrückkauf in Angriff. Diesmal will das Unternehmen eigene Aktien für 350 Millionen Euro erwerben. Das kam an der Börse gut an: Scout24-Aktien stiegen um mehr als fünf Prozent.