Digitalwährung: Hohes Handelsvolumen in Rubel und ukrainischer Hrywnja: Warum der Bitcoin steigt
Innerhalb der vergangenen Tage stiegen die Kurse vieler Kryptowährungen wieder zweistellig an
Foto: ReutersFrankfurt, Düsseldorf. Während der Aktienmarkt unter Druck steht, gibt es einen überraschenden Profiteur des Ukrainekriegs: den Kryptomarkt. Die älteste und wichtigste Digitalwährung Bitcoin notiert am Mittwoch laut Daten des Analysehauses Coinmarketcap bei rund 44.000 Dollar. Auf Sieben-Tage-Sicht ist das ein Plus von 14 Prozent. Der Wert des gesamten Kryptomarkts stieg in diesem Zeitraum um zehn Prozent und nähert sich nun der Marke von zwei Billionen Dollar.
Überraschend ist die Entwicklung, weil Bitcoin & Co. von den meisten Investorinnen und Investoren als Risikoanlage eingeschätzt wird. Deswegen fiel der Kurs zum Jahresbeginn auch deutlich, als die US-Notenbank Fed ihre Zinswende ankündigte.
Im Krieg Russlands gegen die Ukraine ist das allerdings anders, erklärt Jonathan Cheesman von der Krypto-Derivatebörse FTX: „Dieses geopolitische Umfeld ist sicherlich ein Rückenwind für Krypto. Die Situation unterstreicht den Anwendungsfall für einen dezentralen, neutralen, algorithmischen sicheren Hafen.“
Zwar gab auch der Bitcoin zu Beginn der groß angelegten Invasion am vergangenen Donnerstag nach und fiel von rund 37.000 bis auf 34.500 Dollar. Seitdem steigt er aber deutlich. Zum Vergleich: Der marktbreite US-Index S&P 500 fiel ebenfalls am Donnerstag auf ein Zwischentief, bewegt sich seitdem aber in Summe seitwärts. Gold legte im selben Zeitraum um rund 1,5 Prozent zu.