Equal-Pay-Day: Die Gehaltslücke zwischen Mann und Frau wird zum Risiko – was Unternehmen jetzt tun können
Der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.
Foto: dpaDüsseldorf. Neues Jahr, bekannte Zahlen: 18 Prozent beträgt die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen in Deutschland noch immer. Zieht man die Tatsache ab, dass Frauen verglichen mit Männern häufiger in Teilzeit und in schlecht bezahlten Berufen arbeiten, bleibt immer noch ein Gehaltsunterschied von etwa fünf bis sechs Prozent, der sich nicht so einfach erklären lässt. Damit verharrt der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern auf Vorjahresniveau.
Seit Jahren rückt der sogenannte Equal-Pay-Day, der 2022 auf den 7. März fällt, höchstens minimal im Kalender nach vorne. Der Tag markiert symbolisch den Zeitraum im Jahr, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon ab dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.
Doch daran könnte sich bald etwas ändern. Grund ist eine geplante EU-Richtlinie. Für den Equal-Pay-Day würde sie bedeuten, dass dieser deutlich schneller weiter nach vorne rückt – und somit immer unwichtiger würde. Für Unternehmen, die ungleich bezahlen, wird die Gehaltslücke somit zum wachsenden Risiko.