Stackit: Warum Lidl-Mutterkonzern Schwarz eine Cloud-Plattform startet
Auch vom Mutterkonzern von Lidl und Kaufland gibt es jetzt Cloud-Speicherplatz und Rechenleistung.
Foto: DigitalVision/Getty ImagesDüsseldorf. Die Schwarz-Gruppe hat seit einigen Wochen Produkte im Angebot, die man von einem Handelsunternehmen nicht erwarten würde: Der Mutterkonzern von Lidl und Kaufland hat unter dem Namen Stackit eine Cloud-Plattform entwickelt. Seit dem Ende der Testphase können Kunden auf Speicherplatz und Rechenleistung, Datenbanken und Analysewerkzeuge in zwei Rechenzentren zugreifen.
Nun will der Konzern massiv in die Vermarktung investieren. „In den nächsten drei bis sechs Monaten werden wir eine bundesweite Kampagne fahren“, kündigte Digitalchef Rolf Schumann im Gespräch mit dem Handelsblatt an. Die Kosten dürften sich auf mehrere Millionen Euro belaufen – genaue Zahlen nennt das für seine Verschwiegenheit bekannte Familienunternehmen nicht.
Werbung ist in der Tat nötig. Im Markt für IT-Infrastruktur aus der Cloud dominieren amerikanische Unternehmen wie Amazon Web Services (AWS), Microsoft und Google, die massiv in den Ausbau ihrer Angebote investieren. Die Schwarz-Gruppe sieht trotzdem eine Chance: Viele kleine und mittelständische Unternehmen fürchten Abhängigkeiten. „Wir wollen unsere technische Souveränität sicherstellen“, sagt Schumann. „Es gibt viele Unternehmen, die die gleichen Bedürfnisse haben.“