Warren Buffett: So gefährlich ist das Kopieren des Portfolios von Berkshire Hathaway
Wer das Portfolio von Warren Buffett kopieren will, sollte einige Dinge beachten.
Foto: APDüsseldorf. Warren Buffett gilt als berühmtester noch lebender Großinvestor. Wenn der Chef des Beteiligungsunternehmens Berkshire Hathaway eine Aktie kauft, gilt das als Gütesiegel.
Viele Privatanleger und auch institutionelle Investoren kopieren deshalb Warren Buffetts Portfolio. Aber ist das sinnvoll? Das Handelsblatt hat dafür seine 75 Neu-Investments der vergangenen zehn Jahre analysiert – mit einem überraschenden Ergebnis. Fünf Erkenntnisse lassen sich aus der Auswertung ableiten:
1. Niemals am Folgetag eines Aktien-Kaufs von Warren Buffett handeln
Buffetts Käufe werden, sofern sie keine meldepflichtige Schwelle berühren, sechs Wochen nach Quartalsschluss veröffentlicht (zuletzt im August) – jeweils nach Handelsschluss. Am Folgetag, wenn der Handel wieder möglich ist, sorgen die Nachahmer in nahezu allen Fällen für einen Kurssprung.
Bei den 75 untersuchten Käufen starteten 65 Aktien am Folgetag mit einem Plus in den Handel. Im Schnitt stiegen die Kurse zunächst um drei Prozent. Dabei gab es zum Teil auch Zuwächse um zehn Prozent oder mehr, beispielsweise jetzt bei der Kosmetikkette Ulta Beauty.
Die Kurse stiegen in allen untersuchten Fällen erst einmal noch weiter. Im Schnitt lag das Tageshoch der „Buffett-Aktien“ nach Bekanntgabe seines Einstiegs 4,4 Prozent über dem Schlusskurs des Vortags. Bis zum Handelsschluss schrumpft der Gewinn aber.