Gasversorgung: Deutsche Gasspeicher sind schon zur Hälfte gefüllt
Ein Manometer zeigt den Druck im Erdgasnetz auf dem Gelände eines Untergrund-Gasspeichers an. Die Versorger füllen die Lagerstätten unter Hochdruck.
Foto: dpaDüsseldorf. Die Gasspeicher in Deutschland sind schon wieder zur Hälfte gefüllt. Am Dienstag wies der Verband Gas Infrastructure Europe (GIE) für Deutschland einen Füllstand von 52,15 Prozent aus. Am 18. März waren die Speicher noch bis auf 24,19 Prozent geleert.
Nach Ende der Heizperiode Ende März begannen die deutschen Gasimporteure aber unter Hochdruck, die unter- und oberirdischen Speicher wegen der Spannungen mit Russland mit Gas zu befüllen, um sich entweder für einen Stopp russischer Gaslieferungen im Zuge des Ukrainekriegs oder einen Boykott durch die EU-Kommission zu wappnen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurde die 50-Prozent-Marke erst am 1. August erreicht.
Damals füllten sich die Speicher aber schleppend, weil der russische Gazprom-Konzern in seinem Speicher im niedersächsischen Rehden nur wenig Gas einlagerte, und Anfang Oktober waren die Speicher auch nur zu rund 70 Prozent gefüllt. 2020 waren es 95 Prozent gewesen. Dieses Niveau soll dieses Jahr wieder erreicht werden.
Gasspeicher in Deutschland sollen zu 95 Prozent gefüllt werden
Und beim aktuellen Tempo dürfte das auch gelingen. In den vergangenen Tagen wurden im Schnitt knapp unter 1100 Gigawattstunden (GWh) pro Tag eingespeichert. Das dürfte reichen, um bis Anfang Oktober die Kapazität in den deutschen Gasspeichern von 230.000 GWh knapp zu befüllen.