Ranking ESG Themenfonds: Investieren mit gutem Gewissen: Die besten nachhaltigen Fonds
Viele Anleger suchen Investments, die sich Kriterien des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit verpflichten.
Foto: Getty ImagesKöln. Darf es etwas mehr Nachhaltigkeit sein? Von August dieses Jahres an dürfen sich Kunden von Fondsberatern oder Fondsvermittlern auf diese Frage einstellen. Denn die Berater müssen im Gespräch die sogenannten ESG-Präferenzen der Kunden abfragen und dokumentieren. ESG steht für „Environment, Social, Governance“, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Nachhaltiges Investieren soll zum Mainstream werden – so will es die Europäische Union.
Den Weg dahin bereitet die EU-Verordnung über „Nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor“ von 2019. Danach unterliegen Investmentfonds drei Kategorien: Fonds nach Artikel 6 der Verordnung setzen keine ESG-Kriterien um oder fordern nur minimale Nachhaltigkeitsstandards. Sie werden auch als „grau“ bezeichnet. Fonds nach Artikel 8 fördern systematisch ESG-Merkmale in der Kapitalanlage („hellgrün“).
Fonds nach Artikel 9 streben im Investmentprozess sogar mindestens ein ausgewiesenes Nachhaltigkeitsziel an. Sie tragen damit das Attribut „dunkelgrün“ und sollen Anleger ansprechen, die auf Nachhaltigkeit besonders großen Wert legen.
Das klingt einfach, ist es aber nicht. Denn was „grau“, „hellgrün“ oder „dunkelgrün“ ist, bestimmen die Fondsgesellschaften selbst. „Auch wenn sie dabei nach bestem Wissen und Gewissen handeln, müssen dunkelgrüne Artikel-9-Fonds nicht nachhaltiger sein als hellgrüne Artikel-8-Fonds“, erklärt Dirk Rathjen, Vorstand des Münchener Instituts für Vermögensaufbau (IVA).