Online-Diagnose: Symptomchecker kommen in die breitere Anwendung
Patienten können ihre Symptome selbst im Internet überprüfen.
Foto: dpaEinige tausend Mal pro Monat gibt der Symptomchecker von Netdoktor.de Aufschluss über Krankheiten. Dazu klicken sich Anwender durch einen Fragenkatalog, der Krankheitssymptome intelligent miteinander verknüpft. Nach wenigen Minuten erhalten Nutzer eine Erstdiagnose. Sie soll Patienten dabei helfen, sich gezielt auf einen Praxisbesuch vorzubereiten.
Der Symptomchecker von Netdoktor.de ist für Nutzer kostenlos. Das Kalkül des Portals aus dem Verlagshaus Burda: Die Anwendung soll die Besucher gezielt zu den weiterführenden Informationen der Gesundheitsplattform führen: „Der Symptomchecker unterstützt die Refinanzierung über Werbeeinblendungen in die Textinhalte von Netdoktor“, sagt Chefredakteur und COO Jens Richter. Das soll so bleiben. Der Manager schließt eine Bezahlschranke für die Zukunft vorerst aus.
Symptomchecker sind nicht nur für Gesundheitsportale interessant. Verschiedene Anwender und Leistungserbringer des Gesundheitssystems nutzen sie. „Wenn Symptomchecker einen ersten Gang zum Arzt ersetzen, verringern sie Aufwand und Kosten. Dann sind Anwender bereit, dafür zu zahlen, und an diesem Punkt können auch die Kassen sparen“, sagt Alexander Voigt, Healthcare-Experte bei der Consultingfirma Digital Oxygen.