Neuemission: GSK-Abspaltung Haleon mit lustlosem Börsendebüt
Haleon spaltete sich von dem Pharmariesen ab.
Foto: ReutersLondon. Die Abspaltung der Konsumgüter-Sparte Haleon hat sich für den britischen Pharmariesen GlaxoSmithKline (GSK) vorerst nicht gelohnt. Die Aktien des Herstellers von Pflegeprodukten wie „Sensodyne“-Zahncreme und verschreibungsfreien Arzneimitteln wie „Voltaren“-Schmerztabletten starteten am Montag mit 330 Pence in den Handel an der Londoner Börse. Sie stiegen bis auf 337 Pence, schlossen dann aber 6,6 Prozent tiefer.
Haleon wird damit mit 30,5 Milliarden Pfund (36,6 Milliarden Euro) bewertet und ist der größte Neuling an einer europäischen Börse seit mehr als einem Jahrzehnt. Der Börsenwert ist aber viel niedriger als Analysten im Vorfeld veranschlagt hatten – und weit weniger als der niederländisch-britische Konsumgüterkonzern Unilever zu zahlen bereit war.
GSK war unter Druck von aktivistischen Investoren geraten, die auf eine Trennung von Haleon gedrängt hatten. Der Konzern zeigte sich grundsätzlich dafür offen, wies eine 50 Milliarden Pfund (einschließlich zehn Milliarden Pfund Schulden) schwere Offerte von Unilever aber zu Jahresbeginn als zu niedrig zurück.
Barclays hatte den Firmenwert vor der Abspaltung auf 34 bis 48 Milliarden Pfund taxiert. Bis sich die wahre Bewertung zeige, werde es einige Zeit dauern, weil es noch keine „normale“ Liquidität in der Haleon-Aktie geben, sagte Portfolio-Managerin Tineke Frikee von Waverton Asset Management.