Tech-Branche: Wagniskapitalgeber drehen Tech-Start-ups den Geldhahn zu
Im schlimmsten Fall droht Firmen die Pleite, weil kein Geld mehr nachkommt.
Foto: Hero Images/Getty ImagesNew York. Die Entlassungswelle bei US-Start-ups ist in vollem Gang. Rund 74.000 Mitarbeiter bei 560 Start-ups mussten in den vergangenen Monaten gehen, wie Daten des Branchendienstes Layoffs.fyi zeigen. Gerade in den Monaten Mai, Juni und Juli haben die Stellenstreichungen deutlich zugenommen. Es ist die größte Entlassungswelle seit dem Platzen der Dotcom-Blase.
„Es hat sich etwas verändert am Markt. Bis zum letzten Jahr hat praktisch jeder Gründer mit einer halbgaren Idee Geld von Risikokapitalgebern bekommen. Das ist in vielen Bereichen vorbei“, sagt Daniel Barke, Gründer des Personalvermittlungs-Start-ups Workgenius aus New York.
Auch der einstige Starinvestor Masayoshi Son, CEO von Softbank, stimmt zurückhaltende Töne an. Er gehe von einer langen Eiszeit aus, sagte er nach der Veröffentlichung der tiefroten Quartalszahlen. Einst hat er selbst mit seinem 100 Milliarden Dollar schweren Vision Fund die Bewertungen von Start-ups wie Wework und Uber in die Höhe getrieben. Nun müssten sie jedoch „noch viel weiter sinken, als es viele gern wahrhaben wollen“.