Nikkei, Topix und Co.: Asien-Börsen starten die Woche im Abwärtsflug
Anleger sorgen sich um weitere Zinserhöhungen.
Foto: APSydney. Im Sog des jüngsten Kursrutsches an der Wall Street rutschen die asiatischen Aktienmärkte mehrheitlich ins Minus. Der japanische Nikkei-Index fiel am Montag um 2,7 Prozent auf 27.879 Punkte.
Der südkoreanische Kospi büßte 2,1 Prozent auf 2428 Zähler ein. Derweil hielt sich die Börse Shanghai knapp kaum verändert bei 3237 Stellen.
Hier sorgte die Einigung im Streit um den Zugriff der US-Behörden auf Wirtschaftsprüfungsberichte chinesischer Firmen mit einer Börsen-Notierung an der Wall Street für Erleichterung. Damit ist ein Zwangsrückzug dieser Werte von den US-Börsen abgewendet.
Investoren hatten an den Äußerungen des US-Notenbankchefs Jerome Powell zu knabbern. Dieser hatte am Freitag die Finanzmärkte auf eine längere Serie drastischer Zinserhöhungen eingestimmt.
Damit habe er die Hoffnungen einiger Marktteilnehmer auf eine behutsamere Straffung der Geldpolitik gedämpft, sagte Anlagestrategin Carol Kong von der Commonwealth Bank of Australia. Daher werde die US-Währung wohl weiter aufwerten.
Am Montag markierte der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, mit 109,48 Punkten ein 20-Jahres-Hoch. In Tokio legten Autobauer wie Isuzu, Mazda und Subaru gegen den Trend um bis zu 2,2 Prozent zu.
Anlässlich der Erneuerung der Lizenzen für Kasinos in der chinesischen Glücksspiel-Metropole Macau begrenzt die Regierung in Peking die Zahl der Glücksspiel-Tische und -Maschinen. Außerdem werden Mindestumsätze vorgeschrieben, die dem Staat ein Minimum von Steuereinnahmen garantieren.
Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 2,7 Prozent tiefer bei 27.878 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um rund zwei Prozent und lag bei 1944 Punkten.
Die Börse in Schanghai lag 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Schanghai und Shenzen verlor 0,5 Prozent.