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KooperationMilitärmanöver von Russland und China: Muss der Westen Putins Bündnis mit Xi fürchten?

Schon 2018 übten die Truppen Russlands und Chinas zusammen. Jetzt wird das Manöver „Wostok“ kleiner ausfallen. Moskaus Einheiten sind im Ukraine-Krieg gebunden.Christoph von Marschall 29.08.2022 - 15:06 Uhr Quelle: TagesspiegelArtikel anhören

Russland und China: Im Westen wächst die Sorge, dass die beiden Supermächte sich politisch, ökonomisch und militärisch zusammenschließen.

Foto: dpa

Berlin. Die Volksrepublik China schickt Truppen zu einem gemeinsamen Militärmanöver nach Russland, das unter dem Namen „Wostok“ am Dienstag beginnt und eine Woche lang andauern soll. Bereits im Jahr 2021 hatten die Streitkräfte der beiden Länder mehrfach zu Land und zu See miteinander geübt.

Im Westen wächst die Sorge, dass die beiden Supermächte sich politisch, ökonomisch und militärisch zusammenschließen. Was spricht dafür, was dagegen? Vier Expertinnen und Experten analysieren die Entwicklung.

Welche Ziele verfolgt Moskau mit der Kooperation?

Stefan Meister ist Russland-Fachmann der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP): „An diesem Militärmanöver unter russischer Führung nehmen auch andere Staaten teil, darunter Belarus, Indien, Tadschikistan und die Mongolei. Es ist also kein bilaterales Ereignis zwischen Russland und China. Für Russland ist es wichtig zu demonstrieren, dass es nicht isoliert ist und auch militärische Partner hat trotz westlicher Sanktionen wegen des Kriegs gegen die Ukraine.

Wichtige Übungen führt die russische Armee alleine durch, ohne Partner.
Stefan Meister, DGAP

Da es nicht das erste gemeinsame Manöver unter chinesischer Beteiligung ist, wird die Fähigkeit, gemeinsam militärisch zu handeln, erhöht. Gleichzeitig muss man sich genau anschauen, was geübt wird, wie viele Truppen wirklich teilnehmen und ob dies nicht in erster Linie Propagandazwecken dient. Wichtige Übungen führt die russische Armee bei diesen Manövern oft ohne die ,Partnerländer‘ durch. Bestimmte Truppen und Waffensysteme nehmen also nicht an den Manövern mit den sogenannten Partnern teil.

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