Kapitalmarkt: Konsortialführer: Neue grüne Bundesanleihe mit 14 Milliarden Euro stark überzeichnet
Investoren können grüne Anleihen in normale Rentenpapiere des Bundes umwandeln.
Foto: imago images/Jan HuebnerBerlin. Die neue grüne Bundesanleihe stößt bei Investoren auf großes Interesse. Deren Gebote für das Papier mit fünfjähriger Laufzeit summierten sich am Mittwoch auf 14 Milliarden Euro, wie aus einem Dokument des Konsortialführers hervorgeht. Verkauft werden allerdings nur Staatsanleihen in Höhe von fünf Milliarden Euro.
Für den Bund rechnet sich die Emission des grünen Wertpapiers: Er muss dafür 1,25 Basispunkte weniger Zinsen zahlen als für die konventionelle fünfjährige Anleihe. Das wird als „Greenium“ bezeichnet: Anleger sind auf der Suche nach nachhaltigen Anlageformen dazu bereit, auf etwas Rendite zu verzichten.
Grüne Anleihen dienen der Finanzierung umweltfreundlicher Ausgaben. Die jetzt erfolgte Platzierung ist die fünfte grüne Anleihe des Bundes, der im Jahr 2020 mit der Emission solcher Anleihen begonnen hat. Mit dem damit erlösten Geld sollen etwa nachhaltige Verkehrssysteme gefördert und CO2-Emissionen von Fahrzeugen reduziert werden. Dieses Segment will die Deutsche Finanzagentur in den kommenden Jahren ausbauen.
Der Verkauf der Anleihe erfolgte im Rahmen eines Syndikats, bei dem die Banken einen Anteil auf das eigene Buch nehmen und bei ihren Kunden für die Papiere warben. Dafür streichen sie eine Gebühr ein. Beteiligt waren daran diesmal die Bank of America, Citi, Credit Agricole, DZ Bank und NatWest Markets.