Energiekosten: Fehler bei Energiekostendämpfungsprogramm: Wenn Energiesparen bestraft wird
Bislang haben sich rund 2500 Unternehmen für das Energiekostendämpfungsprogramm registriert.
Foto: dpaBerlin. Die Unternehmen haben die Bundesregierung lange um Hilfe im Kampf gegen steigende Energiekosten gebeten, bekommen haben sie vor allem einen sperrigen Namen: das Energiekostendämpfungsprogramm (EKDP). Hilfe biete das Instrument hingegen kaum, kritisieren Unternehmen und Ökonomen. Das Programm sei unpraktikabel und schaffe Anreize, mehr anstatt weniger Energie zu verbrauchen.
Dabei erklärte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) noch am Mittwoch nach einer Klausurtagung des rot-grün-gelben Bundeskabinetts in Meseberg, die Wirtschaft unterstützen zu wollen. „Da geht teilweise die schiere Angst um“, sagte Habeck. In den Ministerien laufen jetzt die Überlegungen, wie die Worte des Ministers und die Inhalte des offenbar nicht gut funktionierenden Hilfsprogramms besser in Einklang gebracht werden können. Erste Änderungen sind schon beschlossen.
Die Bundesregierung hatte den Start des EKDP Mitte Juli angekündigt. Antragsberechtigte Unternehmen können einen Zuschuss zu ihren gestiegenen Erdgas- und Stromkosten von bis zu 50 Millionen Euro erhalten. Das soll speziell der energieintensiven Industrie helfen.
Energiekostendämpfungsprogramm der Bundesregierung schafft falsche Anreize
Allerdings haben bislang lediglich elf Unternehmen Hilfen erhalten. Etwa 2500 Unternehmen haben sich registriert.