Energiekrise: So will der Staat Unternehmen im Kampf gegen die hohen Strom- und Gaspreise helfen
Wie viele andere Unternehmen hat auch diese Bäckerei in Niedersachsen mit den hohen Strompreisen zu kämpfen - das Energiekostendämpfungsprogramm soll helfen.
Foto: dpaDrastisch gestiegene Preise für Strom und Gas bringen nicht nur große Energieverbraucher aus der Industrie in Existenznot. Mittlerweile sind die hohen Energiekosten auch für Mittelständler und Handwerksbetriebe zu einer existenziellen Gefahr geworden. Bäckermeister, die ihre Strom- oder Gasrechnung nicht mehr bezahlen können, sind ein Beleg dafür. Die Bundesregierung will den Unternehmen mit mehreren Instrumenten helfen.
Sie hat unter anderem das Energiekostendämpfungsprogramm (EKDP) aufgelegt und stellt dafür bis zu fünf Milliarden Euro bereit. Doch das EKDP hat bislang schlechte Kritiken erhalten. Es könne den Kostenanstieg nur zu einem geringen Teil abfedern, seine Wirkung werde durch staatlich induzierte Belastungen wie die Gasumlage komplett aufgezehrt, kritisiert die Wirtschaft. Außerdem sei das Programm in seiner Handhabung so sperrig wie sein Name.
Die Antragstellung erfordere extrem viele Erklärungen, Bestätigungen und Nachweise. Der Aufwand stehe in vielen Fällen in keinem Verhältnis zu den möglichen Hilfen.
Komplizierte Hilfe gegen gestiegene Gaspreise und Strompreise
Die Bundesregierung hatte den Start des EKDP im Juli angekündigt und das Programm zunächst auf energie- und handelsintensive Industriesektoren fokussiert. Antragsberechtigte Unternehmen können einen Zuschuss zu ihren gestiegenen Erdgas- und Stromkosten von bis zu 50 Millionen Euro erhalten. Das Programm sieht einen strikten Bonusverzicht für die Geschäftsleitung vor.