1. Startseite
  2. Politik
  3. Konjunktur
  4. Arbeitsmarkt bleibt trotz Krise weitgehend stabil

KonjunkturIAB: Arbeitsmarkt bleibt trotz Krise weitgehend stabil

Arbeitsmarktexperten erwarten zwar einen Rückgang des Bruttoinlandprodukts, aber ohne Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Der Bedarf nach Arbeitskräften sei auch in der Krise hoch. 23.09.2022 - 13:46 Uhr Artikel anhören

Die Zahl der Erwerbstätigen wird laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt dieses Jahr um 560.000 Personen höher liegen als im Vorjahr.

Foto: dpa

Nürnberg. Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) geht trotz der wirtschaftlichen Talfahrt zunächst weiter von einem stabilen Arbeitsmarkt in Deutschland aus. Die Forscher erwarten für 2023 einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,4 Prozent. „Der Arbeitsmarkt wird durch die wirtschaftlichen Rückschläge beeinträchtigt, wir erwarten jedoch in Anbetracht des hohen Arbeitskräftebedarfs keinen Einbruch“, sagte der Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen beim IAB, Enzo Weber, am Freitag.

Die Zahl der Erwerbstätigen wird laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2022 um 560.000 Personen höher liegen als im Vorjahr. Im nächsten Jahr könne es demnach zu einem weiteren Anstieg um 220.000 kommen. Die Zahl der Arbeitslosen wird 2022 um 200.000 Personen sinken und im Jahr 2023 voraussichtlich um 60.000 Personen steigen, auch aufgrund der Registrierung ukrainischer Geflüchteter in der Grundsicherung.

Bei der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten geht das IAB von einem Zuwachs um 610 000 auf 34,51 Millionen Personen im laufenden Jahr aus. Für 2023 soll es ein weiteres Plus um 300.000 auf 34,81 Millionen Personen geben.

Den höchsten Anteil daran habe mit 210.000 zusätzlichen Stellen im Jahr 2022 und 150.000 im Jahr der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit. „Dies liegt hauptsächlich am Ausbau der Kindertagesbetreuung und an der Alterung der Gesellschaft und wird durch den Betreuungsbedarf für Geflüchtete aus der Ukraine verstärkt“, sagte Weber. Der Bereich Information und Kommunikation schaffe im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung weitere 70.000 zusätzliche Stellen im Jahr 2022 und 50.000 im Jahr 2023. Die Industrie werde weitestgehend stagnieren.

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt