Gaspreisbremse: Wie der Gaspreisdeckel funktionieren könnte
Die EU-Staaten könnten sich beim Gaseinkauf zusammentun, um eine den Preis niedrig zu halten. Wahrscheinlicher ist aber eine schnellere, nationale Lösung.
Foto: dpaBerlin, Brüssel. Entlastung statt Belastung für Gaskunden: Angesichts der Existenznot vieler Bürger und Betriebe arbeitet die Bundesregierung an neuen milliardenschweren Hilfen. So soll die geplante Gasumlage, mit der Kunden sich finanziell an der Stützung von Energiekonzernen beteiligen, wenn überhaupt nur kurz kassiert werden. Sie könnte durch einen Gaspreisdeckel abgelöst werden, der die Preise für Bürger wie Wirtschaft deutlich senken würde.
Auch wenn viele Details wie die Finanzierung in der Ampelkoalition noch umstritten sind, zeichnen sich bereits erste mögliche Ausgestaltungen des Gaspreisdeckels ab. Am Samstag hat die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission sich das erste Mal virtuell beraten. Es solle schnell ein Ergebnis geben, um die Preise zügig zu senken. Am 8. und 9. Oktober wollen die Experten, darunter Ökonomen, Wirtschaftsvertreter und Gewerkschafter, ein Wochenende in Klausur gehen. Dann wolle man einem Ergebnis schon recht nahe kommen, heißt es.
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Parallel wird auch auf europäischer Ebene sowie in der Bundesregierung an Modellen gearbeitet. Es soll sowohl im Wirtschafts- als auch im Finanzministerium sowie dem Kanzleramt dazu Arbeitsgruppen geben. Ein Überblick: