Fondsmanager-Umfrage: Der finale Ausverkauf an den Börsen rückt näher
Die Bank befragt jeden Monat Hunderte Investoren.
Foto: imago/Levine-RobertsFrankfurt. Haben die Börsen ihren Boden bereits erreicht? Das ist die Frage, die Investoren derzeit wohl am meisten umtreibt. Der Dax nähert sich schließlich wieder der 13.000-Punkte-Marke und hat seit Mitte Oktober rund 900 Punkte zugelegt. Auch der S&P 500 erholt sich von seinem kürzlichen erreichten Jahrestief.
Die jüngste Umfrage der Bank of America (BofA) unter internationalen Fondsmanagerinnen und Fondsmanagern macht allerdings wenig Hoffnung auf eine nachhaltige Erholung. Vieles „schreit nach Kapitulation“, aber ganz so weit sei es noch nicht, schreibt die US-Bank nach Auswertung der Umfrage.
Der finale Ausverkauf an den Börsen mit dem „großen Tief“, wie es die BofA-Strategen ausdrücken, rückt demnach näher. Kapitulation bedeutet vor allem, dass die meisten Investoren die Hoffnung auf eine bessere Wirtschaft und steigende Börsen aufgeben, sich von Aktien getrennt haben und viel Bargeld halten. Das bereitet den Boden für wieder steigende Kurse.
Börse: Kapitulation laut Fondsmanager-Umfrage erreicht
Mit Blick auf die Wirtschaft und die Aktienquoten in den Portfolios ist die Kapitulation laut der Umfrage erreicht. 72 Prozent der 326 befragten Fondsmanager, die zusammen gut 970 Milliarden Dollar verwalten, gehen davon aus, dass die Weltwirtschaft in den kommenden zwölf Monaten in eine Rezession rutschen wird. Das sind nur etwas weniger als bei der Umfrage vor einem Monat.