Finanzierungsvermittler: Gewinneinbruch um 95 Prozent beim Immobilienfinanzierer Hypoport
Trotz einer deutlichen Ausweitung des Immobilienangebots und leichter Preisrückgänge hielten die Verbraucher sich im Hauptmarkt des SDax-Unternehmens, der privaten Immobilienfinanzierung, zurück.
Foto: HypoportDüsseldorf. Der Finanzvermittler Hypoport hat im dritten Quartal einen Umsatzrückgang und einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Auf Basis vorläufiger Zahlen seien die Erlöse in dem Zeitraum um sechs Prozent auf 105 Millionen Euro und das Ergebnis (Ebit) um 95 Prozent auf 0,5 Millionen Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit.
Der Vorstand habe Maßnahmen eingeleitet, „um das Kostenniveau an das aktuell schwache Marktumfeld in der privaten und institutionellen Immobilienfinanzierung sowie im Geschäftsbereich Corporate Finance anzupassen“. Die Ergebnisse dieser Kostenreduzierung würden ab dem ersten Quartal 2023 wirksam.
Wegen des guten ersten Halbjahrs sind die Zahlen für die ersten neun Monate 2022 noch positiver. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 367 Millionen Euro zu, das Ergebnis gab um sieben Prozent nach auf 31 Millionen Euro.
Bereits vergangene Woche hatte Hypoport Details zum Geschäftsvolumen im dritten Quartal veröffentlicht. Nach Zuwächsen im ersten Halbjahr zeigen die operativen Kennzahlen in den Finanzierungs-Geschäftsmodellen im dritten Quartal einen deutlichen Rückgang, wie das Unternehmen mitteilte.