Galeria-Insolvenz: Bei Galeria Karstadt Kaufhof steht ein Drittel der Filialen vor dem Aus
Zahlreichen Filialen droht die Schließung.
Foto: dpaDüsseldorf. Galeria Karstadt Kaufhof will sich in Eigenregie sanieren. Die angeschlagene Warenhauskette hat sich mit ihren Großgläubigern inklusive des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) auf ein Schutzschirmverfahren geeinigt. Darunter wird ein Insolvenzverfahren verstanden, bei dem das Management unter Aufsicht eines Sachwalters die Sanierung selbst durchführt.
Ein Unternehmenssprecher bestätigte am 31. Oktober diese Handelsblatt-Informationen aus Unternehmenskreisen. Zuerst hatte die „Wirtschaftswoche“ über das Schutzschirmverfahren berichtet.
Als Sachwalter soll Frank Kebekus agieren, der Restrukturierer Arndt Geiwitz soll bei der Sanierung helfen. Ein kürzlich beim Bund gestellter Antrag auf mehr als 250 Millionen Euro an zusätzlichen Staatshilfen ist somit obsolet.
In den vergangenen Wochen hatte sich immer deutlicher abgezeichnet, dass Galeria Karstadt Kaufhof so tief in Problemen steckt, dass radikale Schritte zu einer Sanierung notwendig sind. Im jetzt beantragten Schutzschirmverfahren nach dem Insolvenzrecht kann das Unternehmen solche einschneidenden Maßnahmen durchsetzen.
Der Konzern betreibt mit 17.000 Mitarbeitern im Moment noch 131 Warenhäuser in 97 deutschen Städten. Experten gehen davon aus, dass nun ein großer Teil der Filialen zur Disposition stehen dürfte.