P&R Container: Nächster Abschlag an Gläubiger in Millionenhöhe geplant
Knapp eine halbe Million Container aus den P&R-Beständen fahren noch immer über die Weltmeere. Das Geld, das sie erwirtschaften, soll an die Gläubiger verteilt werden.
Foto: ReutersBerlin. Die Megapleite des P&R Containervertriebs aus Grünwald liegt bald fünf Jahre zurück, doch noch immer transportiert fast eine halbe Million Container der Gruppe Güter über die Weltmeere.
Einen Teil der Profite, die sie dabei einfahren, will Insolvenzverwalter Michael Jaffé aus München in einer zweiten Abschlagzahlung an die Gläubiger ausschütten. Wie er am Donnerstag ankündigte, sollen 139 Millionen Euro in 86.000 Überweisungen verteilt werden – voraussichtlich noch vor Weihnachten.
„Damit haben die Gläubiger bislang rund 346 Millionen Euro zurückbekommen“, sagte Jaffé. Die Insolvenzquote erreiche damit zunächst 12,5 Prozent in den beiden großen Verfahren (Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH sowie Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH). Insgesamt seien in vier Insolvenzverfahren der deutschen P&R-Containergesellschaften Forderungen in Höhe von rund 3,1 Milliarden Euro festgestellt worden.
Verglichen mit anderen Pleiten am grauen Kapitalmarkt ist das ein gutes Ergebnis. Oft bleibt für die Privatanleger, die mit großen Versprechen ins Investment gelockt wurden, unter dem Strich nichts übrig.