Fußball-Weltmeisterschaft 2022: Umstrittene WM in Katar: Wie Adidas, Coca-Cola oder McDonald‘s ihr Sponsoring rechtfertigen
Der deutsche Sportausrüster ist einer der Sponsoren des Fußballverbands Fifa.
Foto: IMAGO/MISMünchen, Düsseldorf. Ob Adidas, Coca-Cola oder McDonald‘s: Knapp eine Woche vor Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft am 20. November tun sich die Sponsoren des umstrittenen Turniers schwer, sich öffentlich zu positionieren. Eigentlich gibt es für werbetreibende Unternehmen kaum eine prominentere Werbebühne als ein großes Sportturnier, das ihnen ermöglicht, einen Monat lang ein globales Publikum zu erreichen.
Allerdings steht der diesjährige Gastgeber Katar vor allem in Europa in der Kritik, weil in dem Emirat Menschenrechte missachtet werden. So werden Frauen und homosexuelle Menschen unterdrückt, Gastarbeiter auf den WM-Baustellen haben kaum Rechte, es kam zu tödlichen Unfällen. Auch dem Fußballverband Fifa wird von Kritikern Korruption bei der Vergabe des Turniers vorgeworfen.
Für die Sponsoren ist das eine schwierige Situation: Kritiker werfen ihnen vor, sich trotz der Situation im Gastgeberland an dem Turnier bereichern zu wollen. Zu den sieben Partnern der Fifa und damit zu den wichtigsten Sponsoren des Turniers zählen neben dem deutschen Sportausrüster Adidas etwa Getränkegigant Coca-Cola, Autobauer Hyundai/Kia oder Kreditkartenanbieter Visa. Auffällig ist, dass dieses Mal vermehrt Unternehmen aus Asien das Turnier als Sponsor unterstützen.