Geschäftsreise: Länger und mehr Komfort – wie sich die Dienstreise verändert
Unternehmen schicken ihre Mitarbeitenden wieder häufiger auf Dienstreisen. Allerdings werden die geschäftlichen Trips selektiver geplant.
Foto: picture alliance / Westend61Frankfurt. Die Befürchtungen vieler Fluggesellschaften und Hotelbetreiber zu Beginn der Pandemie haben sich nicht bestätigt. Statt die Reisebudgets dauerhaft zu kappen, schicken die Unternehmen ihre Mitarbeitenden wieder auf Dienstreisen. Yaël Klein, General-Managerin von American Express Global Business Travel in Deutschland, sagt: „Es gibt wieder mehr Geschäftsreisen.“ Das zeige auch das Wachstum beim Thema Meeting und Events. Amex GBT ist nach eigenen Angaben der weltweit größte Geschäftsreisedienstleister.
„Im dritten Quartal lagen wir bei den dienstlichen Reisen wieder bei 71 Prozent des Vorkrisenniveaus. Gerade die kleineren Unternehmen sind weiter als die Konzerne“, so Klein. Einschätzungen anderer Branchenmanager bestätigen das. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte kürzlich: „Der Geschäftsreiseverkehr hat einen sehr dynamischen Aufstieg genommen, wir liegen aktuell bei 70 Prozent des Vorkrisenniveaus.“
Allerdings verändert sich der Diensttrip deutlich. Kurzreisen sind passé, wenn gereist wird, dann werden mehrere Termine kombiniert. Auch gönnen viele Unternehmen ihren Mitarbeitenden mehr Komfort. Das sind die wichtigsten Trends:
Homeoffice treibt Dienstreisen
Es mag auf den ersten Blick erstaunlich klingen, aber das Arbeiten von zu Hause führt dazu, dass wieder gereist wird. „Das Homeoffice ist mittlerweile weitverbreitet, die Unternehmen überlegen sich, wie sie in dieser Situation die eigene Kultur und das Wir-Gefühl bewahren können“, sagt Klein von Amex GBT. Die Unternehmen würden deshalb verstärkt in Treffen und in die Gemeinschaft investieren – und damit auch in Dienstreisen.